Erster Schultag nach den Sommerferien
„Tempo runter, bitte! Schulanfang!“ Auch in Heideck macht dieses Transparent auf den ersten Schultag aufmerksam, den heute 36 Erstklässler zusammen mit 121 000 „Kollegen“ in ganz Bayern erleben.
Im gut besuchten ökumenischen Anfangsgottesdienst, zu dem auch viele Papas und Opas gekommen sind, stellen sich die drei an der Schule tätigen Religionslehrer vor. Zunächst fragt Stadtpfarrer Tobias Göttle, wer denn Benedikt heiße. Leider Fehlanzeige. Benedikt bedeutet „der Gesegnete“ und auch in diesem Schuljahr soll der Segen Gottes bei uns sein. 
Pfarrerin Beate Krauß stellt bei den Erst- klässlern leuchtende und erwartungsvolle, aber auch etwas beklommen dreinschau- ende Gesichter fest. Aber sie tröstet: „Gott geht mit uns in dieses Neue.“
Gemeindereferent Heinrich Heim erzählt aus der Bibel die Geschichte von Abraham, der mit Gottvertrauen in ein neues, unbekanntes Land zog und nicht enttäuscht wurde. Gemeinsam segnen die evangelische Pfarrerin und ihr katholischer Kollege jedes einzelne Kind.
In der kleinen Schulturnhalle empfängt Elke Stengel mit dem Schulchor die Neuankömmlinge und deren Angehörige mit dem Lied „Die Schule ist wie eine große Tüte, mal süß, mal sauer, aber macht mich schlauer“. Noch nicht alle können zuhören, als Schulleiter Dr. Eduard Gradl alle herzlich willkommen heißt. „Wer von euch ist denn in der 1 b?“, fragt er. „Ich bin die 1 b!“, ruft da ein Erstklässler voller Überzeugung. Elias trägt wie die meisten anderen eine große Schultüte. Er weiß noch nicht genau, was drin ist. Aber er vermutet: Süßigkeiten.
An den Schulzimmertüren empfangen die beiden Lehrkräfte Maria Odorfer-Möldner und Hedwig Peter ihre Schützlinge. Einige haben bereits ihren Namen in der Garderobe entdeckt. „Herzlich willkommen!“, steht an der Tafel. Nachdem jeder seinen Platz gefunden und sich das Blitzlichtgewitter der fotografierenden Eltern gelegt hat, darf jeder seinen angeschriebenen Namen an der Tafel zeigen. Louis, Anja, André, Sarah, Jonathan, Kira und Simon sind darunter. Dann beginnt die erste Schulstunde, während sich die Angehörigen in der Schulküche bei Kuchen und Kaffee stärken können.
Text und Bilder von Manfred Klier.
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