GMS Heideck Südamerika

An der Grundschule Heideck hatten sich die Schülereltern diesmal ein etwas anderes Schulfest gewünscht. Es sollte ganz im Zeichen der Musik stehen. Diesem Wunsch kamen Rektorin Martina Wirsing und ihr Kollegium gerne nach. Bald hatte man auch ein Thema gefunden: Felix Kuschelhase wurde auf eine Weltreise geschickt. Von seinen Aufenthaltsorten schickte er Briefe an die einzelnen Schulklassen, die von den Kindern musikalisch, tänzerisch und sprachlich umgesetzt wurden. Sowohl musikalisch als auch informativ war es für die Schüler und für die Besucher ein bereichernder und abwechslungsreicher Abend. Mit integriert waren die Kinder der Comeniusschule Hilpoltstein. Das Foyer, die Saalwände und die Bühne waren mit Flaggen der betreffenden Länder dekoriert. Natürlich waren sie von den Schülerinnen und Schülern selber angefertigt worden. Etliche der Besucher fanden keinen Sitzplatz mehr und mussten das Geschehen im Stehen verfolgen. Seit Ostern hatten die Lehrkräfte mit den Kindern geübt und sie zeigten an diesem  Abend eine reife Leistung. Es war schon fast ein Mammutprogramm, das da über die Bühne lief. Begeistert machten die Kinder mit, angeleitet und unterstützt von der gesamten Schulgemeinde samt Hausmeister.

GMS Heideck Schulchor

                Der Schulchor unter der Leitung von Ann-Kathrin Schwarz am E-Piano und Julia Hertel an der Gitarre begannen mit dem Lied „Eine Reise um die Erde“. Maria Odorfer-Möldner steuerte das Mischpult aus. Der kleine Hase war als blinder Passagier nach Kanada gelangt und schrieb nun an die 1. Klasse. Er berichtete von Ahornbäumen und Ahornsirup, von großen Städten und Seen und davon, dass in Kanada sowohl englisch als auch französisch gesprochen wird.

 

GMS Heideck Kanada

Verena Thiel hatte als Überleitung Kurzfilme erstellt, die den Hasen auf seiner Reise und eine entsprechende Landkarte zeigten. Somit war auch die erdkundliche Komponente abgedeckt.

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Auf dem Motorrad reiste Felix dann weiter nach Nordamerika. Dort wurde er von Indianern mit dem Lied „Taino Tee Wakee Ata“ und einem rhythmischen Tanz empfangen. Vor 200 Jahren hatten die Ureinwohner Büffel gejagt, bevor sie vom weißen Mann dezimiert wurden. Am Lagerfeuer hatten die Indianer besinnliche Weisen gesungen, von einer Indianerflöte begleitet. Das nächste Ziel des Hasen war Südamerika. Rio de Janeiro hieß die erste Station. Mayas und Azteken hatten hier dereinst gelebt. Häufig sind Küchenschaben anzutreffen, auf Spanisch La Cucaracha, das auch der Name eines  temperamentvollen Tanzliedes ist. Auch Mariachigruppen spielen zum Tanz auf. Mit einem Lastwagen gelangte Felix in das Fußball begeisterte Brasilien. Hier wird portugiesisch gesprochen. Der Amazonas, der längste Fluss der Erde, durchfließt das Land. Samba-Rhythmen erklingen beim legendären Karneval in Rio de Janeiro.


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Um nach Afrika zu gelangen, musste sich Felix als blinder Passagier in ein Flugzeug schmuggeln. Simbabwe, das ehemalige Südrhodesien, ist so groß wie Dänemark und Deutschland zusammen, hat aber nur rund 13 Millionen Einwohner. Der Fluss Sambesi stürzt in den Victoria-Wasserfällen rund 120 Meter in die Tiefe.

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                Für die Pause hatten die Eltern ein reichhaltiges Büfett zubereitet. Auch der  Elternbeirat hatte tatkräftig mitgeholfen. Gestärkt ging es nun in die griechische Hauptstadt Athen. Kali mera heißt guten Tag. Griechenland ist der Geburtsort der olympischen Spiele und der Demokratie. Es ist die Heimat vieler Philosophen und des Mathematikers Pythagoras. Von dort kommen auch Gyros, Zaziki und Oliven, sowie der Tanz Sirtaki.

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Felix gelangte nun hoch in den Norden und schrieb einen Brief aus der schwedischen Hauptstadt Stockholm. Dort sind die Sommertage lang die Wintertage aber kurz. Deshalb werden die hellen Sommertage entsprechend gefeiert. Neben Köttbullar und Knäckebrot ist Schweden auch durch die Popgruppe ABBA, durch Alfred Nobel und vor allem durch Pippi Langstrumpf, einer Schöpfung von Astrid Lindgren, bekannt.

GMS Heideck Schweden  IMG 4278 

Per Schiff kam der Hase schließlich im schottischen Inverness an, wo er mit Dudelsackklängen empfangen wurde. Zu Loch Ness und seinem Ungeheuer gab es das Ratespiel „Wer wird Millionär?“ Eine Besonderheit sind die Highland-Games, bei denen Baumstämme, Hämmer und Steine geworfen werden. Der Song „My Bonnie is over the Ocean“ und ein rhythmisches Becherspiel folgten. Angeblich existieren für die Schotten zwei Arten von Menschen: Die einen sind Schotten und die anderen wollen es werden.

GMS Heideck Schottland  IMG 4288

                Endlich kam Felix wieder daheim an und kletterte an der Stange zum Ortsschild von Heideck hoch. „Zuhause, da wo die Freunde sind“, stimmte der Schulchor an und die Besucher stimmten in den Refrain ein. Schließlich durfte Hase Felix auch noch die Bekanntschaft mit Heidecks Bürgermeister Ralf Beyer machen. Der bedankte sich bei allen Mitwirkenden und den Helfern im Hintergrund. Diesem Dank schloss sich die Schulleiterin Martina Wirsing gerne an. Sie berichtete, dass die Schule für diese Veranstaltung, die mit Pause immerhin  fast drei Stunden gedauert hatte, beim bayernweiten Musiktag 2018 mit einer Urkunde ausgezeichnet worden ist.

GMS Heideck Wirsing Beyer