GMS Heideck See Genezaret

Auf dem Pausehof der Grund- und Mittelschule Heideck gesellten sich zum strahlenden Sonnenschein die zumeist strahlenden Gesichter der 45 neuen Erstklässler. Damit besuchen in diesem Schuljahr beinahe 150 Schülerinnen und Schüler die Heidecker Schule.
            „Spürst du auch das Kribbeln?", wollte die Rektorin Martina Wirsing zu Beginn des Empfangs wissen. Ein Kribbeln, das von Vorfreude und zugleich von etwas Skepsis vor all dem Neuen herrührte. Doch auch die etwas Ängstlichen waren bald davon überzeugt, dass in der Schule nichts Böses auf sie wartete.
            Das Lied „Danke für diesen guten Morgen“ leitete zur ökumenischen Segnung über. Wie alle Lieder erklang es von einer CD, da aus Corona-Schutzgründen der Schulchor nicht auftreten durfte. Elias Hueber, der neue „BufDi“ (Bundesfreiwilligendienst-Leistender) saß am Mischpult. „Lieber Gott, stehe den Kindern auf all ihren Wegen bei!“, betete Stadtpfarrer Sebastian Lesch. Er verteilte „in meditativer Arbeit“ selber gebastelte Papierschiffchen, die nun zum Einsatz kamen, als sein evangelischer Kollege Pfarrer Christoph Teille den Bibeltext von der Schifffahrt auf dem See Genezareth anschaulich erläuterte. Die auf den Finger gesteckten Schiffchen schwankten im Sturm mit. Die tröstende Botschaft Jesu „Ich bin bei euch, ihr könnt auf mich vertrauen“, stand am Ende der Geschichte. Das gemeinsame Vaterunser und der ökumenische Segen für Kinder, Eltern und Lehrkräfte beendeten den kirchlichen Teil.
            Nun berichteten Schüler verschiedener Klassen in heiterer Reimform über ihre Erlebnisse in der Schule. 49 Schulkinder hatten sich coronakonform zum lustigen Karibu-Rap auf der Bühne eingefunden. Kari und Bu, zwei Maskottchen, helfen nämlich beim Schreiben und Lesen. Bemerkenswert, dass alle Aufführungen bereits am ersten Schultag klappten. „Du hast mich Schnuckiputz genannt“, hieß es in einem weiteren Lied, und das vor den anderen Schulkindern. Das solle man künftig nicht mehr machen, appellierte die Schulleiterin an die Eltern, denn die Kinder seien jetzt schon „groß“. Damit nun jedes Kind wusste, wohin es gehen sollte, riefen die Klassenleiter es namentlich auf. Da ein Teil der Schüler der Kombiklasse bereits ein Jahr lang die Schule besucht hat, wurden sie den Neuankömmlingen als Paten zugeteilt. Vom Schulförderverein gab es kleine Schultüten als Willkommensgeschenk.
            Einige wichtige Informationen hatte Rektorin Wirsing für die Erziehungsberechtigten parat. Eindringlich wies sie auf die geltenden Hygieneregeln hin. Immer wieder neue Vorschriften gelte es umzusetzen, wobei diese oft erst kurzfristig den Schulen bekanntgegeben würden, so etwa der Pooltest. Parken dürfe man nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen in der Schulstraße, auf gar keinen Fall  vor der Schule oder in der Busschleife. Das würde von der Polizei kontrolliert, wie auch die Anschnallpflicht oder das Tempolimit. Fotografieren sei nur für den Eigengebrauch erlaubt, keinesfalls dürften Bilder veröffentlicht werden. Mit dem Kind solle man nur positiv über die Schule reden. „Wir sind eine kleine, aber feine Schule. Wir werden eventuelle Probleme gemeinsam lösen,“ fügte sie hinzu.
            Nicht nur personell ist die Schule gut aufgestellt. Auch IT-mäßig ist sie beispielsweise bestens gerüstet, denn neben einem Glasfaseranschluss verfügt sie nun über rund 60 iPads. Ideale Voraussetzungen also für das neue Schuljahr.

 Manfred Klier/Martina Wirsing

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