Weihnachtspakete helfen Menschen in Not

GMS Heideck Paketaktion 2

„Weihnachten ist nicht mehr weit“, singen alle Kinder der Grundschule Heideck, begleitet von einer Instrumentalgruppe. „Letzte Woche war der Nikolaus bei uns in der Schule“, erinnert Rektorin Martina Wirsing. „Er hat gesagt: „Wir sollen einander lieb haben und uns helfen. Heute dürft ihr Nikolaus spielen!“ 105 große Geschenkpakete sind im Schulhausgang gestapelt. „Ihr seid der Hammer!“, freut sich Rudolph Karg, der 1. Vorsitzende des Vereins „Werke statt Worte e.V.“ angesichts dieser Spendenbereitschaft. Seit 1994 sammelt der aus Löffelsterz in Unterfranken kommende Karg zusammen mit dem Heidecker Richard Böhm Pakete, um sie dann zusammen mit Spenden aus anderen Orten zu bedürftigen Menschen nach Bosnien-Herzegowina zu bringen. „Warum habt ihr Deutschen uns so lieb?“, sei er dort schon von Kindern gefragt worden. Dann schildert Rudolph Karg beeindruckend die ärmlichen Lebensverhältnisse mancher Familien in Osteuropa. Es soll vorkommen, dass Menschen in ihrem Bett erfrieren. Nicht einmal für eine Schultasche reiche es bei manchen Kindern, wenn der Vater arbeitslos ist. An Weihnachten gibt es dann kein Päckchen zum Aufmachen. Es wäre ein freudloses Fest, wenn da nicht ein Sattelschlepper mit Paketen aus Deutschland auf dem Marktplatz anhielte. Dann ist die Freude groß. „Wir können die Welt ein bisschen besser machen, stimmt’s?“, fragt Karg und ein vielstimmiges „Jaaa!“ antwortet ihm. Rektorin Wirsing ergänzt, dass nach einem Aufruf im Heidecker Bürgerblatt auch etliche Spenden von außerhalb der Schule gekommen seien. Rudolph Karg greift zur Gitarre und mit verteilten Rollen erklingt das Lied „Preiset den Herrn, Halleluja“.

GMS Heideck Paketaktion 3  GMS Heideck Paketaktion 1 Karg Wirsing Wieland Böhmvl 

Dann laden Hausmeister Gerhard Fochler und „Bufdi“ Niklas Wieland die schweren Pakete in den bereitstehenden Anhänger, der sie zur Sammelstelle bringt.

Manfred Klier