Frau Zellner in den Ruhestand verabschiedet

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An der Grund-und Hauptschule Heideck wurde die Lehrerin Maria Zellner mit einer würdigen  Feier in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Fast 30 Jahre hatte sie in Heideck unterrichtet, davon 14 Mal in einer ersten Klasse.

                „Happy“ hieß der musikalische Auftakt, den Maria und Luisa (Querflöte) und Baran (E-Piano) aus der vierten Klasse der Grund- und Mittelschule Heideck gekonnt gestalteten. Angeleitet wurden sie von der Musiklehrerin Ursula de Angelis, die auch später das Schlusslied am E-Piano begleitete. Durch das Programm führte Franz Peter, ein ehemaliger Kollege.

                Es folgte die Begrüßung der Gäste, darunter auch etliche ehemalige Lehrkräfte, die Corona-bedingt und mit Gesichtsmaske in vorgeschriebenem Abstand in der Sporthalle saßen. Aus den bekannten Gründen mussten Chorvorträge der Schüler und der Lehrkräfte entfallen, aber man meisterte die Situation geschickt auf andere Weise. Zuerst überreichten die Viertklässler eine mit lauter roten und weißen Herzen gestaltete Collage aller Schüler, die Frau Zellner schon unterrichtet hat.

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                 Alle Kinder der 2. Klasse von Frau Zellner gestalteten das Lied „Lehrerin aus Passion“, das von CD abgespielt werden musste, mit Bildern, Tüchern und Bewegungen. Einstudiert wurde es von Lehrerin Christiane Hümmer.

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                Das Geschenk der Klasseneltern war ein Apfelbäumchen für die passionierte Gärtnerin. Die Klassenelternsprecherin Romana Lieb und ihre Stellvertreterin Katrin Hetzel erläuterten die Symbolkraft des Geschenks: „Von diesem Baum werden Sie Früchte ernten, genauso wie die Kinder die Früchte Ihrer Arbeit ernten werden, die von Geduld und Liebe gekennzeichnet war!“ Sophie und Elias, zwei Schüler aus der 2. Klasse, lobten in einer kleinen Rede ihre Klassenleiterin und bedankten sich für ihr stetes Engagement und ihre Freundlichkeit. „Sie werden immer in unserem Herzen bleiben!“, versprachen sie. 

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                An einer Pinnwand waren die Fotos der Kolleginnen und Kollegen befestigt. Allen war  auf irgendeine Weise ein Buchstabe zugeordnet. „Was hat ein „Ü“ mit Frau Stengl und was ein „D“ mit Frau Wirsing zu tun?“, fragte Franz Peter, der Gestalter des Puzzles,  scherzhaft in die Runde. Es dauerte nicht lange, da hatte Maria Zellner das Puzzle entwirrt: „Danke für alles“, lautete die Lösung.

                Da aus den bekannten Gründen die Stimmen des Lehrerchors schweigen mussten, behalf man sich mit einer „Stand-up-Pantomime“. Hinter einem großen Tuch hatten sich die bisherigen Kolleginnen und Kollegen versammelt und tauchten nur mit Köpfen und Händen auf, um gestenreich den eingespielten Gesang „Du gehst jetzt in den Ruhestand; es war eine schöne Zeit“ zu imitierten. Ein Fotobuch mit den Konterfeis der schulischen Mitstreiter gab es obendrein. Dazu zwei Herzen mit der Aufschrift „Hinter jedem lebensfrohen Kind steht eine großartige Lehrerin.“

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                Auch Schulleiterin Martina Wirsing war voll des Lobes für Maria Zellner. Nach der Volksschule in Freystadt hatte diese am Gymnasium Hilpoltstein das Abitur und schließlich an der Gesamthochschule Eichstätt die 1. Lehramtsprüfung abgelegt. Dann hatten gewissermaßen die Lehr- und Wanderjahre begonnen. An fünf verschiedene Stammschulen in Schwaben hatte sie unterrichtet, danach in Roth und seit 1991 in Heideck. Die Schulleiterin lobte Zellners „unglaubliche Geduld“ mit den ihr anvertrauten Kindern. Für diese und auch für deren Eltern sei sie manchmal „wie eine Mama“ gewesen. Für den Unterricht in oftmals großen Klassen habe sie sich stets gut vorbereitet. Gerne habe sie Feiern und Feste mitgestaltet. Im Lehrerzimmer würden nun wahrscheinlich Plätzchen und Blumen fehlen.

                Bevor Ulrich Winterhalter als Stellvertreter des 1. Bürgermeisters Ralf Beyer Glückwünsche überbrachte, erklang das Lied „Gott soll immer bei Dir sein“. Winterhalter erzählte von seiner Frau, die sich beim Namen Zellner spontan erinnert hatte: „Das war eine richtig  gute Lehrerin!“

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                E-Piano und die beiden Querflöten interpretierten „Pleased“. Dann war die Geehrte selber an der Reihe. Mit: „Ich freue mich, dass Sie trotz Corona hierhergekommen sind“, wandte sie sich an die Anwesenden. Gleich von Anfang an habe sie sich in Heideck wohlgefühlt. Im Heidecker Rathaus habe sie zuerst eine erste Klasse unterrichtet. Drei habe es davon damals gegeben. Sie dankte für die harmonische Zusammenarbeit mit Kollegen und Eltern und für die gelungene Verabschiedungsfeier. Die Schule sei für sie nie eine große Last gewesen. Jetzt aber werde sie viel Zeit für Enkelkinder und Garten haben. „Schön war‘s, vielen herzlichen Dank!“, waren ihre Schlussworte.