Bundesweiter Vorlesetag

Heideck Vorlesen 1

Jeden dritten Freitag im November heißt es: „Deutschland liest vor.“ In Schulen, Kitas, Bibliotheken, Museen, Tiergärten und an anderen Stellen sind normalerweise mehr als 500000 Vorleserinnen und Vorleser und natürlich ganz viele Kinder an dieser Aktion beteiligt. Im Landkreis Roth und in der Stadt Schwabach unterstützten die Rotary Clubs diesen Vorlesetag, indem sie jeder Viertklässlerin und jedem Viertklässlern das Buch „Plastik? Probier’s mal ohne“ schenkten. Das bot Schulleiterin Martina Wirsing neben Dankesworten für die beiden Rotary Clubs gleich einmal die Gelegenheit, in ihrer Klasse den Begriff „Sponsor“ zu erläutern, der sonst oft nur im Zusammenhang mit dem Sport verwendet wird.
            Die Grundschule Heideck wollte für diesen Vormittag außerschulische Personen zum Vorlesen einladen, doch die Hygienevorschriften ließen das nicht zu. So lasen eben die Lehrkräfte, oder die Kinder vor.
            Verteilt im Flur oder im Zimmer saßen Kinder einer Klasse in kleinen Gruppen beieinander, um sich gegenseitig vorzulesen. Oft waren sie in Decken eingehüllt, denn immer wieder musste gelüftet werden. Klar, dass Mund-und Nasenmasken auch am Sitzplatz getragen wurden. Viertklässler hätten eigentlich den Erstklässlern vorlesen sollen, doch die Klassen durften nicht gemischt werden. Auch in den Pausen wird auf strikte Trennung geachtet.
            In einer Klasse stand die Geschichte vom Löwen, der nicht lesen und schreiben konnte auf dem Programm. Seiner angebetenen Löwin lässt er deshalb von anderen Tieren Briefe schreiben. Doch darin steht oft Unsinn. So fragt der Affe in einem Brief, ob die Angebetene  mit auf Bäume klettern und Bananen essen möchte. Vor Zorn lässt  der Löwe ein lautes Brüllen durch den Urwald schallen, das die Löwin anlockt. Gemeinsam üben sie nun lesen und schreiben, denn „Wer lesen und schreiben kann, ist besser dran“, lautet ein Sprichwort.
             Mit dem Vorlesen, das täglich mindestens 15 Minuten dauern sollte, wird nicht zuletzt das Interesse an selbstständigem Lesen geweckt und gefördert. Lesen ist eine Schlüsseltechnologie, die weitere Fähigkeiten und Fertigkeiten erschließt.
            Weiter in eine andere Klasse. Ein Junge namens Phillip ist die Hauptperson im Buch „Mondscheindrache“. Da springen der Drache und ein Ritter heraus und jagen Phillip, denn der ist plötzlich ganz klein geworden. Dem tapferen Jungen gelingt es schließlich, den gemeinen Ritter mit einem Bagger in das Buch zurückzuwerfen. Ein ideales Thema auch für den Kunstunterricht, um Szenen fantasievoll zu zeichnen. Moderne Technik ist dabei im Unterricht eingesetzt. Mittels iPads und WLAN werden Texte und Bilder auf das Smartboard übertragen.
            Eine Lehramtsstudentin und ein –Student der Uni Eichstätt leisten derzeit in Heideck ihr Praktikum ab. Sie stellten ihr Lieblingsbuch vor, etwa „Oskar und das Geheimnis der verschwundenen Kinder“, und lasen Textstellen daraus. In der Kombiklasse lesen die Großen den Kleinen den Lesebuchtext „Her mit den Prinzen!“ von Heinz Janisch vor, den sie gut vorbereitet hatten.
            „Fluch und Segen“ heißt der Untertitel des eingangs erwähnten Buches. Im Heimat- und Sachunterricht steht das Thema „Plastik“ demnächst im Mittelpunkt einer Projektwoche.

Heideck Vorlesen 4 Heideck Vorlesen 4 Heideck Vorlesen 5
Heideck Vorlesen 3  Heideck Vorlesen 6   Heideck Vorlesen 7