1. Schultag für die Schulanfänger

Heideck Erster Schultag 1

Rund 130 000 Erstklässler erlebten am Dienstag in Bayern ihren ersten Schultag,  41 davon waren es in Heideck. „Danke, für diesen guten Morgen“ erklang es in der großen Sporthalle, wo sie sich zusammen mit ihren Eltern versammelt hatten. Etwas aufgeregt, neugierig und vielleicht auch etwas skeptisch hinsichtlich des Kommenden saßen sie da.
        „Herzlich willkommen, danke, dass du da bist!“, begrüßte sie Rektorin Martina Wirsing. „Du bist nicht allein“, versprach Stadtpfarrer Sebastian Lesch, deine Eltern und der liebe Gott sind bei dir.“ „Wir wissen nicht, was kommt“, fügte sein evangelischer Kollege Christoph Teille hinzu, „aber wir wissen, dass Gott uns behütet.“ Bunte Regenschirme unterstrichen anschaulich diesen Schutz. Dazu gab es kleine Papierschirme für jedes Kind. Nach den Fürbitten erteilten die beiden Geistlichen den Kinder und ihren Eltern den Segen, wobei die ausgebreiteten Hände der Eltern weiteren Schutz symbolisieren sollten.
        Dann waren die bereits schulerfahrenen Zweit- bis Viertklässler an der Reihe, um die Neuankömmlinge fröhlich auf das Schulleben vorzubereiten. Etwa mit der Beruhigung: „Zwei Jahr zur Schul‘ ich geh, ich kann euch sagen: Des is schee!“ An den Marterpfahl binden wollten die „Klassenindianer“ ihren Lehrer zunächst, um zugleich aber festzustellen: „Wir mögen unsren Lehrer, das ist doch sonnenklar!“ Ein Rhythmical und der Karibu-Rap bewiesen, wie lustig und beschwingt es im Unterricht zugehen kann. Der Schulförderverein hatte für jeden Erstklässler eine kleine Schultüte spendiert. Die sonst übliche Bewirtung der Eltern während der Wartezeit entfiel wegen Coronavorgaben und mangels einer Schulküche, denn die Schule ist zurzeit eine große Baustelle und alle bisherigen Fachräume werden als Schulzimmer genutzt.

Schulanfang6

Mit ihren Lehrkräften Miriam Stauber und Felix Erbe zogen die Erstklässler zu ihrem ersten Schultag ab in ihre Schulzimmer. Für die Eltern hatte die Schulleiterin Wirsing eine Menge nützlicher Informationen parat. Die Schülerinnen und Schüler gehen über den Eingang am Schulgarten in das Schulhaus. Zum  Hort und zur Mittagsbetreuung gelangt man am Bauzaun entlang zum Hintereingang. Mit dem Sekretariat kann über eine Klingel bei der Treppe zur kleinen Sporthalle Kontakt aufgenommen werden. In Sachen Corona wird gegenwärtig viel auf Freiwilligkeit gesetzt. Natürlich müssen die üblichen Hygieneregeln wie etwa Händewaschen eingehalten werden. Es werden verstärkt Polizeikontrollen durchgeführt, etwa hinsichtlich des Halte- und Parkverbots vor der Schule, Einhaltung von Tempo 30 und der Anschnallpflicht. Wegen der Umwege aufgrund der Baustellen in der Umgebung kann der Schulbus möglicherweise Verspätung haben. Da es eine öffentliche Linie ist, besteht Maskenpflicht.
        Die Schulleiterin schloss mit den Worten: „Ihrem Kind soll es gut gehen. Es sollte mindestens einmal am Tag gelobt werden. Ich hoffe, wir haben ein schönes Schuljahr.“


Manfred Klier