Alarm, Alarm, die Schule brennt!?

An der Grund- und Mittelschule Heideck heult die Feuersirene auf. Geordnet und zügig – wie sie es immer wieder geübt haben – verlassen die Schülerinnen und Schüler das Schulgebäude und stellen sich am Sportplatz auf, in Zweierreihen, damit leichter abgezählt werden kann. Zwei Schüler, beide auf den Namen Nicolai hörend, fehlen! alt

Schulleiterin Claudia Hylla beruhigt die Kinder und Jugendlichen dahingehend, dass es sich um eine Übung handelt. Die läuft allerdings unter realistischen Bedingungen ab. Bald nahen fünf Einsatzwagen der Freiwilligen Feuerwehr Heideck mit Martinshorn und Blaulicht. 32 Feuerwehrleute, darunter zwei Damen, sind im Einsatz. Etliche haben eigens Urlaub genommen. Jeder Handgriff sitzt. Schläuche werden ausgerollt und an den Hydranten angeschlossen. Die Atemschutzträger stehen bereit, um im Schulhaus nach den beiden vermissten Schülern zu suchen. Der Angriffstrupp stürmt hinein, der Sicherungstrupp folgt nach. Mit Stoppuhren wird die Langzeitatemmessung überwacht. Totmannmelder am Gürtel geben Alarm, wenn einer der Helfer in Gefahr ist. alt

altBald sind die beiden Schüler gefunden und werden, mit aufgesetzten Brandschutzhauben, auf Tragen ins Freie gebracht. Gerettet! Die Schläuche werden eingeholt, sie sind nicht gebraucht worden.

„Einwandfrei!“, lobt Kommandant Christian Schneider das disziplinierte Verhalten der Schülerinnen und Schüler. Mit den Worten: „Das sind keine Außerirdischen“, stellt er die fast unheimlich anzusehenden Atemschutzträger vor, „unter den Masken sind ganz normale Menschen. Man braucht keine Angst vor ihnen zu haben.“ Aber das wissen zumindest die Drittklässler bereits seit ihrem Besuch bei der Feuerwehr in der letzten Woche.