Bei einem Umwelttag erforschten die Schülerinnen und Schüler der Grund- und Mittelschule Heideck die Vielfalt der Natur in ihrer Umgebung.

Am Hohlweg gleich hinter der Schule galt das Augenmerk dem Leben in einer Hecke. Dr. Karl-Heinz Neuner berichtete dort von der Heilkraft des Schöllkrauts gegen Warzen. Ein durch Pilzbefall abgestorbener Baum, sogenanntes Totholz, ist immer noch für viele Kleintiere von Nutzen.

Schöllkraut

Am Höfener Weiher ging es um die Tiere im Wasser. Karl-Heinz Kohl erklärte die Kiemenatmung der Fische und die Funktion der Schwimmblasen des Karpfens.

alt

Bei Imker Hans Beer staunten die Kinder über Bienenstöcke und Waben, männliche Drohnen und weibliche Bienen. Die Bienenkönigin allerdings ließ sich nicht blicken. Bei neun Grad Celsius war es ihr sicher zu kalt und ihr Volk verspürte auch wenig Lust zum Ausschwärmen. Dafür gab es frisch geschleuderten leckeren Honig zum Schlecken.

alt

Selbst den Fröschen in den Rambacher Weihern von Horst Förschl war es trotz Laichzeit zum Quaken zu kalt. Dafür erfuhren die Kinder viel Wissenswertes über die Teichwirtschaft. Mönche hatten einst diese Kunst bei uns eingeführt. Daran erinnert die Bezeichnung „Mönch“ für den Ablauf eines Teiches. Für nützliche, aber auch ungern gesehene Tiere bilden Weiher einen Lebensraum. Fischreiher und Kormorane zählen zu den unbeliebten Bewohnern, da sie den Fischbestand dezimieren.

alt

Im Staatswald um Schloss Kreuth waren die Förster Dietmar Schuster und Josef Adam unterwegs, um die Bedeutung des Waldes und seiner Bewohner zu erläutern. „Als es noch keine Handys gab, verständigten sich die Jäger mit dem Jagdhorn“, erklärte Dirk Ullmann, seines Zeichens Berufsjäger, und blies das Signal „Sau tot“.

Selbst zum Schloss Sandsee waren Gruppen gefahren, um im dortigen Wildgatter von Berufsjäger Grimm Wissenswertes über das Jagdwesen zu erfahren.

alt

Modernste Technik hatten Eva Pfeil, Jeanette Bauer und Karin Schmoll vom Kreisjugendring dabei. „Geo-Cashing-Natur-Tour“, auch GPS-Schnitzeljagd genannt, hieß ihr Beitrag, bei dem die Schüler mit Hilfe von GPS-Geräten zuvor versteckte Blechdosen orten mussten, in denen Aufgaben zum Thema natürliche Energiegewinnung beschrieben waren. Die Koordinaten N 490 08‘ 188‘‘ / EO 110 07‘ 896‘‘ waren besonders begehrt, denn dort fanden sich Gummibärchen.

alt

Trotz der unfreundlich kalten Witterung hatten die Schülerinnen und Schüler einen interessanten und informativen Vormittag erlebt, zu dem sich etliche der Referenten eigens einen Tag freigenommen hatten.

Text und Bilder: M. Klier

Die Schulleitung dankt im Namen aller Kinder allen Referenten für ihr Engagement. Besonders Herrn Knedlik, der alle Referenten organisierte. Eine Gemeinde, die sich so für Ihrer Schüler einsetzt ist etwas ganz Besonderes!

Herzlichen Dank auch an alle Begleitpersonen.