GMS HeideckLimeseum

Zu einem schulinternen Fortbildungsnachmittag hatte Martina Wirsing, Leiterin der Grund- und Mittelschule Heideck, am vergangenen Freitag eingeladen. Er stand unter dem Motto Die Römer bei Ruffenhofen - Limeseum und Römerpark - und der Hesselberg , bestens  organisiert von Franz Peter, ehemals Lehrer an der Schule.
            Aus den Begriffen Limes und Museum ist der Name Limeseum entstanden, das die Zeit der Römer im Gebiet um den Hesselberg anschaulich dokumentiert.  Walter Vitzthum führte durch das innovativ gebaute Museum bei Ruffenhofen, das spiralförmig zu einem Panoramafenster hinaufführt. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick hinaus auf den Römerpark, wo die Reste der römischen Besiedlung erkennbar sind. Um 100 nach Christus hatten die Römer hier ein Reiterkastell errichtet, an das sich eine Zivilsiedlung (vicus) anschloss. Durch Heckenbewuchs werden die im Boden erhaltenen Grundmauern angedeutet, Modelle ergänzen auf dem 40 Hektar großen Römerpark die Dokumentation im Museum. Der Limes, anfangs mit Palisaden, später als Mauer errichtet, war niemals eine Art Todesgrenze gewesen, sondern vielmehr eine durchlässige Abgrenzung des römischen Herrschaftsgebietes. Die Römer trieben Handel mit den Nachbarn. Die Soldaten waren häufig Germanen in römischen Diensten. Nach 25-jähriger Pflichterfüllung wurden sie römische Staatsbürger und konnten sich im nahen Vicus niederlassen. Sogar eine Art Ölkrise soll es seinerzeit gegeben haben, als nämlich zahlreiche Olivenbäume erfroren waren.

GMS Heideck Hesselberg
            Jetzt war Kaffeepause im evangelischen Bildungszentrum auf dem Hesselberg angesagt. Über 99 Höhenmeter führte anschließend der Hesselbergpfad hinauf zu dem auf 689 Meter über dem Meer liegenden höchsten Berggipfel Mittelfrankens. Weit reicht von dort der Blick hinaus auf das Land um diesen geschichtsumwobenen Berg, der vermutlich einmal Öselberg (öder Berg) geheißen hatte. Sogar den Schlossberg bei Heideck konnte man andeutungsweise erkennen. Die 150 Kilometer entfernten Alpen waren leider im herbstlichen Dunst nicht auszumachen.  Ein Eintrag ins Gipfelbuch, zu Füßen des Gipfelkreuzes und des über 120 Meter hohen Sendeturms, durfte natürlich nicht fehlen.

Manfred Klier