Dieses Sprichwort meint nicht, dass Heideck total langweilig ist oder dass man den Grund für irgendetwas in Heideck findet – nein! In diesem ganz speziellen Fall handelt es sich nicht um die bekannte Redewendung, sondern man darf diese Aussage wortwörtlich nehmen.

Diese Information und viele weitere bekamen die Schüler*innen der 4. Klassen der GS Heideck auf ihren Stadtführungen von den beiden Experten für Heimatgeschichte Frau Schultheiß und Herr Hohmann.

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In getrennten Klassengruppen erfuhren die Kinder nicht nur alles über das Aussehen der damaligen Stadt Heideck mit ihren zwei Toren und der Ringmauer und dass Heideck an einer wichtigen Handelsstraße lag, dass die nächste Tagesetappe für die Ochsengespanne dann z.B. Hilpoltstein war, … sondern auch, dass Heideck einst sehr berühmt und wichtig war (man hatte damals sogar einen Sitz auf dem Immerwährenden Reichstag in Regensburg), denn die Herren von Heideck regierten sehr geschickt und knüpften Verbindungen zu vielen Mächtigen und Reichen der damaligen Zeit.

Beeindruckt von so vielen Fakten durften wir die Portraits von wichtigen „Heideckern“ der jüngeren Geschichte im Sitzungssaal bestaunen. Das Alter des „Lüsterweibchen-Leuchters“ aus dem 16. Jh., der ebenfalls dort hängt, im Kopf auszurechnen war sehr mühsam und ein Schüler beendete das Debakel mit dem Satz: „Auf jeden Fall ist er sehr alt!“

Viele weitere „alte Sachen“ durften die Schüler*innen dann im Museum bestaunen. Beide versierten Experten konnten zu allen Exponaten Geschichten erzählen und so verging die Zeit wie im Flug. Beeindruckt von so viel Wissen ohne auch nur einen Spickzettel dabei zu haben, ließ einen Schüler fragen: „Haben Sie da eine CD im Kopf eingebaut, die das alles abspielt?“

Ach ja, was hat es denn jetzt mit dem Hund auf sich? Der liegt doch tatsächlich in der „Kappl“ zusammen mit seinem Herrn Ritter Friedrich II von Heideck begraben. Beide – der Ritter und sein Hund – waren von stattlicher Größe und alleine schon deswegen zollte man ihnen Respekt.

Nach drei kurzweiligen Schulstunden mussten wir uns leider wieder von unseren ehrenamtlichen Experten trennen.

Vielen herzlichen Dank für Ihre Zeit und Geduld und für all Ihr Wissen über Heideck, mit dem Sie uns bereicherten! Vergelt´s Gott!

 Maria Odorfer-Möldner im Namen der Klassen 4ab