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Das Geheimnis um den Schatz von Heideck

04. Juli 2026

„Backstage“, also hinter der Heidecker Stadthalle, ist die gesamte Grundschule Heideck versammelt. Über 180 Kinder sind es. Man sieht kleine Handwerker, Sportler, schmucke Dirndl, Landsknechte und dazwischen schwarz gekleidete Detektive, denn es gilt „Das Rätsel um den Schatz von Heideck“ zu lösen. So der Titel  des selbst verfassten Musicals, das nun bald über die  Bühne gehen wird. Alle machen mit.
          Schulleiterin Martina Wirsing begrüßt die rund 300 Gäste zu dieser geschlossenen Schulveranstaltung in der vollbesetzten Stadthalle. Heute gibt es eine Uraufführung. Bereits zu Beginn des Schuljahres war die Idee zu diesem Projekt aufgekommen. Lehrerin Stefanie Mecking dachte sich die Rahmengeschichte aus und die Lehrkräfte von jeweils zwei Parallelklassen steuerten die Szenen und Texte bei. Und dann wurde unermüdlich geübt. Die sicher nicht einfache Logistik lag in Händen von Maria Odorfer-Möldner. Für die musikalische Koordination war Julia Hertel zuständig. Sie hielt sozusagen den roten Faden in der Hand. Jede Klasse gestaltete dabei den instrumentalen und gesanglichen Beitrag selbst.  Am Mischpult sitzt Johannes Scheuerlein und sorgt mit seinen umfangreichen Gerätschaften für die passende Beleuchtung und Beschallung.  
          Der Vorhang geht auf. Ein lauter Pausengong ertönt. Die Kinder stürmen auf die Bühne. Im Vordergrund steht eine große Truhe, die allerdings mit vier Schlössern versperrt ist. Aber da ist auch ein Brief: „In Heideck liegt ein Schatz bereit, verborgen schon seit langer Zeit! Nur, wer gemeinsam sucht und versteht, sieht am Ende, worum es im Leben geht!“ Dort, „wo das Herz von Heideck schlägt“, soll einer der Schlüssel verborgen sein.

Das ist ganz klar der Marktplatz, auf dem Handwerker, Geschäftsleute und natürlich der Bürgermeister zu finden sind. In einem Rap bringen die Kinder ihre Forderung nach einem großen Supermarkt vor. Xylophone und Glockenspiele begleiten die Szene. Die Schuldetektive machen sich auf den Weg und werden bald fündig: Der Bürgermeister trägt den Schlüssel um den Hals. Er passt! 

       

 „Sucht den Ort, wo Wasser spritzt!“, heißt es im Brief weiter. Also auf ins Freibad. Da gibt es zunächst einen fetzigen Tanz mit Gesang unter Schwimmnudeln. Kinder springen auf Anordnung des Schwimmmeisters zum Schein ins Wasser. Dort unten glitzert etwas: Der zweite Schlüssel.


          Über den Dächern der Stadt, hatte der Brief Ritterträume versprochen. Das kann nur der Schlossberg sein. Dort werden die Besucher von Rittern und Knappen erwartet. Vor langer Zeit haben sie tatsächlich hier auf der Burg gelebt. Die schier endlosen Strophen des Lieds von den Rittersleuten passen genau dazu: „Ja, so warn’s, die alten Rittersleut!“ Und dann ist da noch die schaurige Mär vom Raubritter Hadubrand. Er hat einem Mägdelein das Geld geraubt. Nun muss das arme Ding als „Gespenst, Gespinst, Gespunst“ erscheinen und bringt den Kindern den ersehnten Schlüssel.
          „Musik erschallt und Buden stehn, wo wir uns beim Heimatfest wiedersehn“, war der letzte Hinweis.

                Der Festplatz ist natürlich damit gemeint. Dort herrscht buntes Treiben mit Bändertanz und Trommlern. Unter der großen Trommel findet sich der vierte Schlüssel. 


          Passt er? Es wird spannend! Und tatsächlich geht der Truhendeckel auf. Ob Gold oder Edelsteine oder Geld darin sind? Es ist ein großes Schild, auf dem „Freundschaft“ steht, denn „der richtige Schatz sind wir!“ Auf das große Finale mit dem Lied „Hand in Hand“ folgt tosender, lange anhaltender Applaus.

Mit großer Disziplin und couragiertem Auftreten haben die Kinder gezeigt, zu welch erfreulichen Leistungen sie unter Anleitung ihrer Lehrkräfte und durch fleißiges Üben imstande sind. 
          Da fehlt noch das Schlusswort der Schulleiterin, die sich bei allen Akteuren und Helfern bedankt, vor allem beim Elternbeirat, bei der Technik von Johannes Scheuerlein, beim Ehepaar Steinrück, das den Pavillon samt Bestuhlung aufgestellt hat, bei den Bauhofmitarbeietern und Hausmeister Gerhard Fochler für den Transport der Instrumente und Requisiten und insbesondere bei den Eltern. 
          Großer Jubel geht los, als sie verkündet: „Am Freitag ist schulfrei!“ Das haben sich alle  redlich verdient, denn tags darauf wurde das Musical  nochmal aufgeführt.   

 Presse: Manfred Klier