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E-NERGIE Projekt in den 3. und 4. Klassen

25. Juni 2017

GMS Heideck E NERGIE Klimawandel

Im Hof der Grund- und Mittelschule Heideck parkt während der Schulzeit ein VW Golf. Eigentlich ist das nicht erlaubt. Aber der Golf hängt an einem Kabel und seine Batterie wird gerade aufgeladen. Außerdem ist in Großbuchstaben „N-ERGIE“ aufgedruckt. Die Grundschüler gehen heute nämlich unter Anleitung der Umweltpädagogin Doris Schäfer der Frage nach, warum die meisten unserer Autos klimaschädlich sind und ob es auch umweltfreundliche Autos gibt.   

GMS Heideck E NERGIE

            Die jeweils rund 90-minütigen Veranstaltungen bietet die „N-ERGIE Schulinformation“ an zwölf Grundschulen in der Region an. Pädagogisch umgesetzt werden die Veranstaltungen von der Deutschen Umwelt-Aktion e. V.. Möglicherweise wurde Heideck deswegen mit ausgewählt, weil hier kürzlich Ladestationen für E-Bikes und für Elektroautos eingerichtet wurden.

            Zunächst geht es darum, den Begriff Klimawandel anschaulich und kindgemäß zu erarbeiten. Schuld am Klimawandel haben Kraftwerke, die mit Kohle und Öl betrieben werden und vor allem auch Autos mit Verbrennungsmotoren. Sie alle stoßen das umweltschädliche Kohlendioxid aus. Was aber können die Dritt- und Viertklässler mit dieser Information anfangen? Sie könnten beispielsweise diese Gedanken in die Familien tragen, oder sie könnten kürzere Strecken laufen, mit dem Fahrrad fahren oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Letzteres ist in Heideck aber nur in sehr beschränktem Umfang möglich.  Ein Schüler berichtet stolz, dass bei ihm zuhause bereits 90 Prozent des elektrischen Stroms durch Sonnenenergie erzeugt werden.

GMS Heideck E NERGIE Sonnenenergie

            Wie man Energie umweltfreundlich durch Sonne, Wind und Wasser gewinnen kann, das probieren die Kinder in Gruppen im Schulhof  aus. Solarzellen erzeugen Strom für einen kleinen Elektromotor. Ein „Solarkäfer“ mit einem kleinen Paneel auf dem Rücken hüpft wie wild umher. Die heutige starke Sonneneinstrahlung verleiht ihm ungeahnte Kräfte. Kleine Windräder werden durch Anblasen in Bewegung gesetzt. Welche Gruppe schafft es, das Windrad weiterzugeben, ohne dass es stehen bleibt? Gießkanne, Trichter, Schlauch, ein kleines  Wasserrad und ein ebenso kleiner Dynamo sind die Utensilien zur Stromerzeugung.

GMS Heideck E NERGIE Windkraft

GMS Heideck E NERGIE Wasserkraft

            Dann geht es zurück ins Klassenzimmer. Doris Schäfer hat Quartettkarten mitgebracht. „Prima, spielen wir Quartett?“, leider nicht und hitzefrei gibt es auch nicht. Auf den Karten stehen nämlich unter den Autobildern der jeweilige  CO2-Ausstoß pro Kilometer und die Zahl der möglichen Insassen. In Glasbehältern wird das CO2-Gewicht durch abgewogene Glaskugeln verdeutlicht.  Die Spanne reicht von 7 Gramm bis 598 Gramm! Pro Kilometer, wohlgemerkt. Während beim Elektroauto - hier ist der Ausstoß bei der Herstellung eingerechnet -  nur wenige Glaskugeln vorhanden sind, ist das Glas bei einem amerikanischen PS-starken Geländewagen fast voll. Nun geht es auf eine imaginäre Klassenfahrt. Wie könnten 23 Kinder möglichst umweltschonend fahren? Trotz der brütenden Hitze sind die Kinder voll dabei. Bald sind die vier geeignetsten Fahrzeuge ermittelt. Trotzdem gibt es die Überlegung, wie viele Bäume gepflanzt werden müssten, um das auf dieser Reise ausgestoßene Kohlendioxid wieder aufzufangen. Am meisten Bäume wären natürlich bei der Nutzung der Geländelimousine zusammen gekommen. Aber die steht weit abgeschlagen daneben. 

GMS Heideck E NERGIE Autos für Klassenfahrt