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Gemüse-Ackerdemie nach den Pfingstferien: Jäten, mulchen und gießen war angesagt.

06. Juli 2022

Gemüseackerdemie Gruppe
Heideck – Bereits das zweite Jahr bearbeiten die Kinder einer Schul-AG den Schulgarten im Rahmen der „GemüseAckerdemie“. Zum ersten Garten-Schultag nach den Pfingstferien luden die „Ackerkinder“ der dritten Klasse zusammen mit ihrer Lehrerin Maria Odorfer-Möldner die vierte Klasse zu einer Schnupperstunde ein. 
Zu Beginn schaute man, wie sich das gesäte und gepflanzte Gemüse in der Ferien entwickelt hat. Gut standen Kartoffeln, Kürbis und Palmkohl da. Die in dieser Zeit gewachsenen Beikräuter konnten den Pflanzen nichts anhaben. Kurz wurden die aktell nötigen Arbeiten  besprochen: lockern, jäten, mulchen und gießen. Auch die nötigen Geräte wie Grubber wurden benannt. Jedes Ackerkind machte sich zusammen mit einem Viertklässler, den es anleitete, zuerst ans Lockern. Im Gartenhaus holten sie die dazu nötigen Geräte, die in genügender Anzahl dort übersichtlich an den Wänden hängen. Rasch schauten die Beete, „die Äcker“, sauber aus, manche bereits abgeerntete Reihen waren bereitet für die Pflanzen, die über das Programm „GemüseAckerDemie“ der AOK bald geliefert werden. Nachdem die nun freien Erdflächen mit Rasenschnitt gemulcht waren, schleppten die Kinder viele Gießkannen und gossen alles gründlich.
Vier Jahre lang fördert die AOK Bayern dieses Projekt finanziell, denn es erfüllt die Qualitätskriterien hinsichtlich „Ernährung“ und Nachhaltigkeit, informierte die AOK-Vertreterin, die Ernährungs- und Gesundheitsfachkraft Annegret Winter. Schließlich erfahren die Kinder hautnah, wie Gemüse wächst und wie viel Mühe Anbau und Pflege bereiten, die Wertigkeit dieser Lebensmittel steigt. Ideal sei hier, so Annegret Winter, dass die Frauen der Mittagsbetreuung daraus ein wohlschmeckendes MIttagessen für die Kinder zubereiten. So lernt man, auch bisher unbekanntes Gemüse zu probieren und zu essen und sich so vielfältig und gesund zu ernähren. Es sei faszinierend, wie die Kinder bei diesem Projekt ganz nebenbei bis zu 30 verschiedene Gemüsearten kennen lernen, „in einer gesunden Kost ist die Vielfalt des Gemüses unverzichtbar“, sagte Annegret Winter im Gespräch mit Rektorin Martina Wirsing, Es sei das Herzblut von Seiten der Schule und besonders der Lehrerin Odorfer-Möldner notwendig, damit die Projekt nach vier Jahren dann ungefördert weiterlaufen kann. Winter dankte der Lehrerin Odorfer-Mölder sehr für ihr Engagement für eine gesunde Ernährung und für das Arbeiten in der Natur. 
Nachdem alle Geräte wieder an ihren Platz im Gartenhaus gebracht waren, begutachteten alle das Ergebnis dieser AG-Stunde: Sie waren zufrieden mit dem tollen Ergebnis und freuen sich schon auf das, was die GartenAckerdemie bald liefern wird und was die Acker-Vielfalt erweitert.

Gemüseackerdemie gießen2

Nach zwei Wochen Ferien war gründliches Gießen notwendig.
Zu Beginn überlegten alle, welche Arbeiten nach der Ferien zu tun sind. Annegret Winter (links) überzeugt sich vom Erfolg der Aktion „GartenAckerdemie“.

Text und fotos: Eva Schultheiß