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Lernwerkstatt an der Schule eingeweiht

01. Dezember 2016

Segen links Rektorin Wirsing

An der Grund- und Mittelschule Heideck können sich die Kinder über eine neue Lernwerkstatt freuen. Zur Einweihungsfeier begrüßte Rektorin Martina Wirsing eine große Zahl von Gästen. Darunter waren Bürgermeister Ralf Beyer und seine beiden Stellvertreter, Schulrat Alexander Schatz vom Staatlichen Schulamt, die Geistlichen beider Kirchen, die Vertreter von Raiffeisenbank und Sparkasse, sowie die Vertreterinnen von Elternbeirat, Schulförderverein und dem Kinderbasar „Die Motten“, sowie die beteiligten Handwerker. Sie alle, so berichtete Lehrerin Verena Thiel, haben gemeinsam zum Gelingen dieses Projektes beigetragen.

                Nachdem die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3b unter der Leitung von Martina Wirsing die Gäste mit dem Lied „Hello welcome“ willkommen geheißen hatte, gab Verena Thiel als Hauptorganisatorin einen Abriss über die Entstehung dieser Lernwerkstatt. Nur knapp ein dreiviertel Jahr habe es von der Planung bis zur Fertigstellung gedauert. Dabei konnte man auf die Erfahrungen an anderen Schulen zurückgreifen. Nach dem neuen „LehrplanPlus“ wolle man eine den Unterricht ergänzende Maßnahme ergreifen, um das Lernen bewusst zur Sache der Schüler zu machen. Der Stadtrat hatte grünes Licht gegeben, aber noch standen die hohen Kosten im Raum. Man klopfte bei etlichen Handwerkern an und hörte immer wieder: „Für die Heidecker Kinder tun wir gerne etwas!“ Die beiden Geldinstitute, der Schulförderverein und die Stadt sorgten für die weitere Finanzierung, die sich immerhin auf rund zwölftausend Euro beläuft, die vielen unentgeltlichen Handwerkerleistungen und  Eigenleistungen durch Eltern und Kollegen natürlich nicht mitgerechnet.

                Bürgermeister Ralf Beyer schloss bei seinen Dankesworten außer den Sponsoren auch das Heidecker Schulkollegium mit ein. „Die Kinder werden von der neuen Lernwerkstatt profitieren“, fügte er hinzu. Mit sicherem Spiel erfreuten die drei Querflötistinnen Magdalena Kukula, Carina Wohlmuth und Julia Geißendörfer mit Antonio Vivaldis „Der Herbst“ die Gäste. Schulrat Alexander Schatz überbrachte die Glückwünsche des Schulamts. „Sie können auf das Entstandene stolz sein!“, lobte er. Eine Lernwerkstatt fördere das Staunen, Entdecken und Forschen. Das Lernen geschehe hier von der Hand zum Verstand, also durch „Learning by doing“. Jeder sei anders, jeder habe ein eigenes Tempobeim Lernen.

alle sind anders

                Das bestätigten die Schulkinder der beiden dritten Klassen in ihrem Lied „Jeder ist eben anders.“ Nachdem Andrea Plank-List vom Schulförderverein die neu gestalteten Räume mit „LWS“ charakterisiert hatte, als Abkürzung für Liebevoll – Wissen – Stube zum Wohlfühlen, sprachen Pfarrerin Beate Krauß und Pater Paul den kirchlichen Segen und wünschten einen gesegneten Anfang. Jetzt gab es die Möglichkeit, sich zwanglos umzusehen.

                Die neue Lernwerkstatt ist in zwei mit einander verbundenen Räumen mit insgesamt rund 110 Quadratmetern Fläche eingerichtet. Der erste Raum ist als Treffpunkt, auch „Meeting point“ genannt, gedacht. Hier werden die in stabilen Regalen gesammelten Lernspiele besprochen, die der Konzentration dienen. Den Raum daneben beherrscht ein buntes Bücherregal in der Mitte, das zum Lesen einlädt. Experimentierkästen verleiten zum Forschen und Entdecken. Die Arbeit an den Computern ist in einem etwas abgegrenzten Bereich möglich. Kleine Tische, bunte Hocker und runde Teppiche laden zum Verweilen ein. Nicht nur die Kinder der Volksschule, sondern auch die Vorschulkinder ab dem zweiten Halbjahr werden hierherkommen, denn man will damit in Kooperation mit dem Kindergarten einen gleitenden Übergang in die Schule unterstützen. 

Lesebereich mit Schulrat Schatz