Zum Hauptinhalt springen

Projektwoche Astronomie für Kinder

02. Juni 2019

20190527 085618

Anhand von verschiedenen Ansichten, Kurzfilmen und Versuchen wurden Größenverhältnisse und Eigenschaften der Planeten in den ersten beiden Jahrgangsstufen genauer erarbeitet.

Bei unserem ersten Mitmach-Experiment sollten die Kinder gemeinsam die weitgehend maßstabsgerechten Planeten in die richtige Reihenfolge bringen. Anschließend erfuhren die Kinder, dass die "inneren Planeten" die Gesteinsplaneten und die "äußeren Planeten" die "Gas- und Eisriesen" sind. Zwischen den inneren und äußeren Planeten verläuft der Asteroidengürtel.

Auch das zweite Experiment zum Massevergleich innerhalb des Sonnensystems (von 1000 Würfel werden 998 für die Sonne benötigt, nur zwei entfallen auf die acht Planeten insgesamt) ließ die Kinder staunen.

Bei unserem dritten Versuch gaben wir in eine Eisenwanne etwas Wasser und ließen diese stehen. Am Tag darauf hatte sich eine rotbraune Rostschicht gebildet. So konnten wir nachweisen, dass es auf dem Mars Eisen gibt und dass es dort auch mal Wasser gegeben haben muss.

20190529 101957

In der Klasse 1/2 gab es Einiges über den Mond zu erfahren. Jedes Kind hat ihn schon einmal selbst mit bloßem Auge gesehen oder sogar beobachtet, denn er ist unserer Erde am nächsten. Die Schüler waren kaum zu bremsen, ihr vielfältiges Wissen über diesen Himmelskörper einzubringen. Sie zeichneten verschiedene Formen des Mondes an die Tafel. Fachbegriffe wie „Vollmond“ und „abnehmender Mond“ fielen.

P1030752

Mithilfe einer grauen Styroporkugel und einer Weltkugel konnten wir symbolhaft erkennen, dass der Mond viermal kleiner als unsere Erde ist. Wir erfuhren, dass er ca. 400 000 km entfernt von ihr liegt. Schnell wurde den Kindern klar, warum der graue Mond so hell am Himmel leuchtet. Er wird von der Sonne angestrahlt und reflektiert ihr Licht.

Lustig fanden wir diese Frage aus einer Geschichte: „Gibt es eine Maus im  Mond, die den gelben Löcherkäse anknabbert, bis er schließlich ganz verschwunden ist?“ Den Schülern war sofort klar, dass es eine andere Ursache für die verschiedenen Mondphasen geben muss. Es ist das Zusammenspiel von Sonne, Mond und Erde. Die Mondphasen kommen zustande, weil sich der Mond um die Erde dreht und dabei von der Sonne angestrahlt wird. Von der Erde aus gesehen, sehen wir den beleuchteten Teil der Mondoberfläche immer aus einem anderen Blickwinkel.

Um die Bewegung des Mondes um die Erde genauer zu verstehen, stellten sich alle Kinder in einem großen Kreis um die Weltkugel auf. Der Styropormond wanderte von Kinderhand zu Kinderhand. Die Schüler erfuhren, dass der Mond einen Monat benötigt, um die Erde einmal zu umkreisen. Nun nahm der kleine Bär auf der Weltkugel Platz und beobachtete den Mond an verschiedenen Tagen am Himmel. Ein Kind spielte die Sonne. Unser gebastelter Mond wurde nochmals im Kreis herumgeschickt. Dabei wurden von den Kindern die passenden Mondbilder gesucht und an der richtigen Stelle platziert. So erhielten wir einen guten Überblick über alle Phasen des Mondes.

P1010267

Weiter gingen wir der Frage auf den Grund, warum der Mond keine glatte Oberfläche hat, sondern von Flecken übersät ist. In einem Experiment probierten wir im Kleinen aus, wie diese Mondoberfläche geformt wurde. Verschiedene Wurfgeschosse (kleine Steine, Papierkugeln, Golfbälle) ließen die Kinder aus Hüfthöhe in eine Kiste mit Mehl fallen. Nach unserem Meteoritenhagel konnten wir verschieden große, trichterförmige Krater in der Mehlkiste erkennen.

P1030756

Noch viele  weitere interessante Dinge erfuhren wir über den Mond:

  • Der Mond ist im Vergleich zur Erde ein „Leichtgewicht“.
  • Auf dem Mond wiegt man sechsmal weniger als auf der Erde.
  • Man kann dort hohe Sprünge wie ein Känguru machen.
  • Es gibt weder Luft, noch Wasser, noch Lebewesen.
  • Dort herrschen extreme Temperaturen am Tag und in der Nacht.
  • Der Mond ist der einzige Himmelskörper, der von Astronauten betreten wurde.

P1010287

Alle Kinder waren eifrig bei diesem Thema dabei. Mit Freude gestalteten sie ihre Weltraummappen, brachten Bücher oder sogar die Mondrakete (Saturn V) als Anschauungsmaterial mit. Man konnte über das Interesse und Vorwissen nur staunen!

P1030755

20190529 104635 3

Das Thema Erde stand für die 2. Klasse im Rahmen der Projektwoche im Mittelpunkt. Nach einigen informativen Kurzfilmen konnten sie zusammen mit den Schülern der Außenklasse vom Auhof ein Arbeitsblatt bearbeiten und auf einer Weltkarte die Kontinente und Meere farbig kennzeichnen.

20190531 090410 20190531 090511

Im Religionsunterricht wurden die sieben Tage des Schöpfungsbericht behandelt und in einem Taschenbüchlein die Inhalte festgehalten. Eine originelle Idee hatte ein Mädchen, das  am siebten Tag  nach vollbrachtem Werk Gott in einer Hängematte ruhend  dargestellt hat.

IMG 20190527 091645

Im Klassenzimmer von Frau Odorfer-Möldner drehte sich alles um den Mond. Er ist der einzige Himmelskörper, der sich gut ohne Hilfsmittel beobachten lässt. Dabei ist seine sich ändernde Form (Vollmond, abnehmender Mond, Neumond, zunehmender Mond) am auffälligsten. Hier gibt es eine Eselsbrücke, die einem hilft zu erkennen, ob der Mond gerade ab- oder zunimmt: gleicht seine Sichelform dem Bogen eines Schreibschrift-„a“-s, dann ist er „a“bnehmend, stimmt seine Sichelform mit dem Bogen eines „z“ in Schreibschrift überein, so nimmt er „z“u.

Am 21. Juli 2019 jährt sich die 1. Mondlandung zum 50sten mal, denn Neil Armstrong und sein Kollege betraten 1969 als erste Menschen den Mond. Bis 1972 fanden fünf weitere Flüge zum Mond statt, so dass bisher nur 12 Menschen jemals auf dem Mond waren. Durch die Untersuchung des Mondgesteins konnte man feststellen, dass der Mond früher ein Teil der Erde war und wohl durch einen riesigen Meteoriteneinschlag von der Erde abgesprengt worden ist.

Apropos Meteorit: der größte Krater durch Meteoriteneinschlag im gesamten uns bekannten Sonnensystem befindet sich auf dem Mond. Das entstandene Loch ist über 2000 km breit und über 10 km tief. Diese „Einschlagslöcher“ kann man auch von der Erde aus sehen, denn der Mond wirkt hell mit dunklen Flecken. Diese werden „Meere“(lat. Mare) genannt und geben phantasiebegabten Menschen Anlass, darin Gesichter oder Tiere zu erkennen oder sogar den „Mann im Mond“

Unser Begriff des „Monats“ kommt auch vom Mond: seine Umlaufzeit einmal um die Erde beträgt 29,5 Tage (von Vollmond zu Vollmond). Für diese Zeiteinheit wurde der Name „Monde“ gewählt, aus der dann unser Monat wurde. Da sich die 365 Tage Umlaufzeit der Erde um die Sonne aber nicht durch 29,5 teilen lassen, wurden unsere Monate irgendwann einfach ein bisschen länger.

Der Mond hat nicht nur Einfluss auf uns Menschen, vor allem bewirkt er alle 12 Stunden Ebbe und Flut an unseren Küsten.

P1030748

Bei Frau Wirsing standen die Größen der Sonne und der Planeten unseres Sonnensystems sowie die Entfernungen im Mittelpunkt. Auf den Durchmesser der Sonne passen 109 Erden – das versuchten wir durch das Auffädeln von 109 (Erd-)Perlen zu verstehen. Die Entfernungen der Planeten zur Sonne stellten wir danach im Maßstabe 1m ≙ 150 Millionen km im Pausenhof der Schule dar, um diese unvorstellbaren Entfernungen zu begreifen. Schließlich befestigten wir einen Teil des Planetenweges von der Sonne bis zum Mars am Sportplatzzaun. Dabei wurde ein Maßstab gewählt, bei dem der kleinste Planet Merkur, der der Sonne (mit dem Durchmesser 1,4 m) am nähesten ist, im Durchmesser von 5 mm gerade noch sichtbar dargestellt werden konnte.

P1030747

Auf Mars-Expedition im Klassenzimmer und im Sandkasten.
Schüler informierten sich über den höchsten Berg in unserem Sonnensystem, den Olympus Mons auf dem Mars und bauten ihn im Vergleich zur Zugspitze und zum Mount Everest im Sandkasten nach.

P1030767

Das Thema "Unsere Erde" befasste sich schwerpunktmäßig mit der Entstehung der Erde vor 4,6 Milliarden Jahren, mit dem Aufbau der Erde (Erdkern, Erdmantel und Erdkruste), mit der Lufthülle (Atmosphäre), mit der Erdrotation und Erdbahn um die Sonne.

einfache Sonnenuhr
Mit einem einfachen Modell einer Sanduhr wurde den Schülern vermittelt, dass der Schatten des Zeigers nicht wandert, weil sich die Sonne bewegen würde, sondern weil sich die Erde um die eigene Achse dreht.

DSCN5473

In einem Mitmachexperiment bei Herrn Peter wird die Entstehung unseres Sonnensystems dargestellt. Ein Schälchen mit Wasser und gemahlenem Pfeffer steht  an der Stelle in der Milchstraße, wo sich unser Sonnensystem befindet.  Ein Schüler beginnt mit einem Stift, das Wasser in Drehung zu bringen. Alle Pfefferteilchen sammeln sich im Zentrum der Schüssel, so wie sich aus einer Gas- und Staubwolke, die sich zu drehen begann, unser Sonnensystem bildete. Die Materie verdichtete sich, in der Mitte formte sich die Sonne.

DSCN5474

DSCN5477

DSCN5476

Im Rahmen unserer Projektwoche „Astronomie für Kinder" wurden natürlich auch alle Planeten unseres Sonnensystems künstlerisch verewigt. 

Eifrig malte die Handarbeitsgruppe der Klasse 4a die acht Planeten aus, um sie im Anschluss an die Fensterfront unserer Lernwerkstatt zum Leuchten zu bringen.

Hierbei wurde das Wissen über Größe und Abstand zur Sonne von den Schülern motiviert umgesetzt.

IMG 0990

IMG 0991

Zum Abschluss der Projektwoche „Astronomie für Kinder“ fuhren alle Schüler der GS Heideck samt Außenklasse ins Planetarium nach Nürnberg. Dort wurden die Lerninhalte der Projektwoche wie Sternbilder, Sonne, Sonnensystem, Mond, Erde, ISS und vor allem die Planeten  nochmals vertieft. In der Vorführung „Abenteuer Planeten“  wurden die einzelnen Themen sehr interessant, anschaulich und witzig aufbereitet. Den Kinder gefiel es sehr gut, sie waren von der Vorführung richtig begeistert.

P1030772

 Im Flyer vom Planetarium steht über die Vorführung folgendes:

Unser superschneller Raumkreuzer startet zur großen Planetentour. Viele Jahre wird die Reise dauern und zu allen Planeten unseres Sonnensystems führen. Zunächst geht es vorbei an der spektakulären Internationalen Raumstation zu den sonnennahen heißen Planeten Merkur und Venus. Besonders beeindruckend zeigt sich uns die brodelnde Sonne mit ihren gewaltigen Materieausbrüchen. Jahre später erreichen wir die Riesenplaneten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Ganz schön gefährlich ist es hier: Wir treffen auf heftige Stürme und es gibt sogar lavaspeiende Vulkane und vieles mehr.

Am Schluss der Vorstellung erklärte uns der Leiter des Planetariums noch den aktuellen Sternenhimmel. Er verwies auf die Nacht vom 16. auf den 17. Juni, wo der Mond und der Jupiter gut zu sehen sein werden.

Zum Schluss sei noch dem Stammtisch Fanny sehr herzlich gedankt, der durch seine großzügige Spende dafür sorgte, dass die Buskosten für die Schüler niedriger ausfielen.