Schulkinder starten in die erste Klasse
In Bayern war der vergangene Dienstag der erste Schultag für 132 000 Kinder. 60 davon waren Heidecker, sodass, wie Rektorin Martina Wirsing erfreut feststellte, seit längerer Zeit wieder drei erste Klassen gebildet werden konnten. Kaum reichte der Platz in der neuen Aula für die vielen Angehörigen, die an diesem wichtigen Tag natürlich dabei sein wollten. Etwas skeptisch beäugten einige der Erstklässler zunächst noch die neue Umgebung. Aber ihre Bedenken waren bald verflogen, denn sie wurden von einem abwechslungsreichen Programm auf die Schule eingestimmt. „Bist du bereit?", fragte die Schulleiterin in die Runde und sie erhielt ein vielstimmiges „Jaaa!" zur Antwort.

Zu Beginn aber fand die ökumenische Segnung durch Stadtpfarrer Sebastian Lesch und Religionspädagogin Gabriele Kukula statt. Der evangelische Pfarrer Christoph Teille war krankheitsbedingt verhindert. Mit dem Kreuzzeichen leitete der Stadtpfarrer die Feier ein. Bald hatten die Kinder die Schatztkiste entdeckt, die von der Religionspädagogin versteckt worden war. Darin lag unter anderem ein Buch. Das sollte ein Schatz sein? Aber, wenn man erst lesen kann, dann ist ein Buch ein wahrer Schatz. Auch ein Kreuz lag darin, denn der Glaube ist ebenfalls ein Schatz, ebenso die Freundschaft, die durch ein Freundschaftsband symbolisiert wurde. Und schließlich ein Spiegel, denn „auch du selber siehst einen Schatz, wenn du hineinschaust". Stadtpfarrer Lesch las einen Bibelspruch; „Gott spricht, du bist wertvoll in meinen Augen." Dann setzte er sich ans E-Piano, um das Lied „Halte zu mir lieber Gott" zu begleiten, mit dabei die Lehrkräfte Monika Tinnefeld (Gitarre und Gesang) und Julia Hertel (Gesang). „Ich werde dich segnen", kündigte der Stadtpfarrer an, und versprach gleichzeitig: „Das tut nicht weh!" Dann legte er jedem einzelnen Kind die segnende Hand auf. Die drei Lehrkräfte der ersten Klassen – Anja Wielgosz, Monika Tinnefeld und Julia Hertel – sprachen die Fürbitten für das vorausliegende Schuljahr. Mit dem Vaterunser, dem Segen und dem Lied „Gottes Liebe ist so wunderbar" endete der kirchliche Teil.

„Herzlich willkommen, ihr lieben Leute. In unserer Schule begrüßen wir euch heute", begann die Klasse 4b mit ihrem Lied. Die Tanzmäuse der Klasse 3a empfahlen: „Lasst uns Freunde sein, wir reichen uns die Hand". Die Klasse 2b beruhigte: „Das Rechnen und das Malen machen wirklich keine Qualen", fügten aber hinzu: „Aber streiten kann der Lehrer gar nicht leiden!" Und auch: „Das Lernen macht mir Spaß, wenn ich groß bin, weiß ich was."


Dann fragte die Rektorin: „Worauf freust du dich besonders?" Die Antworten: Freunde, Lesen, Schreiben, Rechnen, und – auf die Pause. Am Schluss erklang das Schullied „Hand in Hand". Dann führten die Lehreinnen der ersten Klassen die Kinder in ihre Klassenräume.

Die Rektorin hatte einige wichtige Informationen für die wartenden Eltern parat. Sie erinnerte an das Tempolimit vor der Schule und an das Einhalten der gekennzeichneten Parkplätze. Überhaupt sei es am besten, den Schulweg zu Fuß zurückzulegen, denn auch Bewegung schadet nicht. Sie hob die Bedeutung des Schulfördervereins und des Elternbeirats hervor, der an diesem Tag für die Verköstigung der wartenden Angehörigen gesorgt hatte. Und schließlich durften die Eltern ihre Kinder in Empfang nehmen, die ihren ersten Schultag absolviert hatten und stolz ihre Schultüten nachhause trugen.
Manfred Klier
