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Tag der offenen Tür

15. Juni 2024

Zu einem Tag der offenen Tür hatte die Grund- und Mittelschule Heideck am Freitag eingeladen. Nachdem vor kurzem die neue Aula ihrer Bestimmung übergeben worden war, gab es nun die Gelegenheit, auch die auf Vordermann gebrachten Schulzimmer des sogenannten Grassibaus, also des ältesten Teils der Schule, zu besichtigten.
      Mit dem Schullied „Hand in Hand“ begrüßten die Schulkinder die vielen Gäste in der Aula. Für die stimmige instrumentale Begleitung sorgten an diesem Vormittag Anna-Lena Dollinger (E-Piano), sowie Julia Hertel und Monika Tinnefeld (Gitarren). Schulleiterin Martina Wirsing bedankte sich in ihren Begrüßungsworten bei der Stadt Heideck für die gelungene Innensanierung. Bei einer Schulleitertagung am Vortag habe man sich einhellig lobend darüber geäußert. Erfreulich sei, dass der Mittelschulstandort Heideck erhalten bleibe, wenn auch zurzeit stillgelegt. Außerdem habe man heuer den zweiten Stern als Umweltschule erhalten. Die Rektorin dankte dem Elternbeirat für die Bewirtung und für die sonstige tatkräftige Mithilfe am heutigen Tag. Am Ende einer Projektwoche sei nun Gelegenheit, die Ergebnisse in den einzelnen Schulräumen zu begutachten, einen Einblick in das Schulleben zu bekommen und natürlich die sanierten Räume in Augenschein zu nehmen. „Schauen Sie uns über die Schultern und kaufen sie am Verpflegungsstand kräftig ein!“, empfahl sie.
      Bürgermeister Ralf Beyer erklärte: „Der  Stadtrat verwaltet öffentliche Gelder. Heute ist Gelegenheit zu sehen, was damit gemacht worden ist. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.“ Nicht zuletzt der Hartnäckigkeit der Schulleiterin Martina Wirsing sei es zu verdanken, dass das Projekt Aula nach langen Jahren der Planung nun endlich verwirklicht worden ist. Dank galt auch den Eltern, die mit ihrer Petitions-Unterschrift zum Erhalt des Mittelschulstandorts beigetragen haben.


     

Nun stand der unterhaltsame Teil auf dem Programm. Nach einem bewegten Luftballonwalzer folgte ein heiterer Stachelschwein-Song. Dann wurden Witze erzählt. Zum Beispiel: „Was passiert, wenn man im Möbelhaus stiehlt?“ Ganz klar: „Man wird vermöbelt!“ Ein Quiz befasste sich mit der bevorstehenden Europa-Fußballmeisterschaft. Wie etwa: Wo findet das Eröffnungsspiel statt? Wo das Endspiel? Wie viele Zuschauer passen in das Berliner Olympiastadion? Zuletzt sangen die beiden zweiten Klassen „Ich mag die Schule“, begleitet mit Orff-Instrumenten. 
      Dass die Kinder ihre Schule mögen, kommt nicht von ungefähr. Im Vergleich zu früher sind die Klassenräume nun heller und freundlicher geworden. Modernste Technik wie etwa Smartboards und iPads werden genutzt, Lüftungseinrichtungen wurden installiert, Telefone sind vorhanden. Aber am Wichtigsten sind diejenigen, die hier lehren und lernen. Den sicher wissbegierigen Schülerinnen und Schülern stehen engagierte Lehrkräfte zur Seite.


      Die Projektwoche war unter dem Thema „Kreatives Experimentieren“ gestanden. Nun zeigten die Kinder, was sie erforscht und gelernt hatten. Interessante Konstruktionen und Bilder gab es in der Brückenwerkstatt zu sehen. In der Wasserwerkstatt wurde die Schwimmfähigkeit von Kugeln getestet. Mit Magformers – also mit magnetischen Bauteilen – entstanden fantasievolle Gebilde. Der starke Atem wurde in der Luftwerkstatt demonstriert. Die Magnetwerkstatt bewies, dass die Magnetkraft auch Glas durchdringt. Ausführliche Schautafeln zeigten Aufbau und Funktion unserer fünf Sinne. „IQ-Key-Perfect 1000“ heißt das Lernspielzeug, mit dem batteriegetriebene Experimentierfahrzeuge zusammengebaut wurden. Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ erklangen in einem weiteren Schulzimmer. Hier hieß es „Malen nach Musik“. Nach dem Vorbild von Wassili Kandinsky fertigten die Kinder abstrakte  Klangbilder an, gemäß Kandinskys propagierten „Hörens von Farben und des Sehens von Klängen“.
      Die Grund- und Mittelschule darf den Titel „Gemüse-Ackerdemie“ führen. Dass  dies nicht leere Worte sind, konnte man bei einer Führung durch den Schulgarten feststellen, wo auf Hochbeeten Gemüse und Kräuter gedeihen.

 
Manfred Klier